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Workshop mit Lehrkräften

Wer hat das Projekt „Schule und digitale Bildung“ initiiert?

Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Schulverantwortlichen in der Bildungsregion Kreis Gütersloh, der Bertelsmann Stiftung und der Reinhard Mohn Stiftung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Schulaufsicht, den Schulträgern und dem Bildungsbüro des Kreises Gütersloh, sowie den beiden Stiftungen werden Unterstützungsangebote für die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien und für die Schulträger entwickelt.

Um was geht es im Projekt?

Alle 122 Schulen und ihre Träger im Kreis Gütersloh werden in den kommenden fünf Jahren dabei unterstützt, ihre Entwicklungen im Hinblick auf die Digitalisierung zu gestalten. Ziel ist es, die Qualität des Unterrichts weiter zu verbessern und die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen in einer zunehmend digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt zu gewährleisten. Konkret geht es zum einen um den Erwerb von Medienkompetenz, zum anderen darum, das pädagogische Potenzial digitaler Medien für den Unterricht und das Lernen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen.

An wen richtet sich das Projekt?

Alle 122 Schulen im Kreisgebiet können gemeinsam mit ihren Trägern in den kommenden fünf Jahren an dem Projekt teilnehmen. Alle, die sich aktiv für eine Teilnahme am Projekt entscheiden, sollen von dem Angebot profitieren. Die Schulen und Schulträger in der Region haben im Rahmen von Veranstaltungen einerseits die Möglichkeit, sich über bereits bestehende Unterstützungsangebote zu informieren. Andererseits soll, vor dem Hintergrund der Laufzeit des Projekts, im Rahmen der Veranstaltungen ein Dialog zu zukünftig benötigten Unterstützungen geführt werden. Profitieren sollen die Kinder und Jugendlichen in den Schulen, die in ihrem Unterricht mit Medien und über Medien lernen.

Ist das ein Projekt für Digitalisierungsbefürworter?

Keinesfalls! Es geht darum, die Chancen und die Risiken der Digitalisierung für den Einzelnen wie für den Unterricht in den Blick zu nehmen. Die Digitalisierung prägt unsere Gesellschaft bereits heute in fast allen Lebensbereichen. Schule hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler auf ihr Leben in dieser Gesellschaft vorzubereiten. Dazu gehört auch, dass sie digitale Medien nicht nur nutzen, sondern auch kritisch und mündig mit ihnen umgehen können: Wie kann ich den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet überprüfen? Wie schütze ich mich vor Cyber-Mobbing? Welche Daten sollte ich besser nicht teilen? 

Was erwartet die Schulen, die am Projekt teilnehmen möchten?

Die Schulen bekommen u. a. Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, Steuergruppen, Medienbeauftragte und Schulleitungen. Für den Fall, dass eine Schule noch kein Medienkonzept ausgearbeitet hat, das Kollegium aber am Projekt teilnehmen möchte, gibt es ein modulares Beratungs- und Unterstützungsangebot. Dieses soll den Schulen die Möglichkeit bieten, ihre Entwicklungsprozesse zu planen und ausgehend von den unterrichtlichen Bedarfen, ein Medienkonzept für ihre Schule zu formulieren.

Was erwartet die Kommunen?

Die Verantwortlichen in den Kommunalverwaltungen werden dabei unterstützt, kommunale Medienentwicklungspläne zu entwickeln und umzusetzen. Das Angebot richtet sich auch explizit an kleinere Kommunen.

Gibt es Voraussetzungen zur Teilnahme?

Im ersten Schritt erhalten Schulen ein Angebot sich zu beteiligen, die bereits über eine zeitgemäße IT-Ausstattung verfügen und die mit ihrem Schulträger ein Medienkonzept ausgearbeitet haben. Voraussetzung für eine Teilnahme ist außerdem, dass der Schulträger das Projekt unterstützt, sich in den Schulgremien eine Mehrheit für eine Teilnahme am Projekt ausspricht und eine Bereitschaft seitens der Schulen besteht, ihre Erfahrungen an eine Partnerschule weiterzugeben. Es besteht die Möglichkeit in jedem Jahr in das Projekt einzusteigen. Mittel- und langfristig sollen so alle Kommunen und Schulen im Kreis das Angebot nutzen können.

Werden die Schulen durch das Projekt mit Hard- und Software ausgestattet?

Nein, es handelt sich definitiv nicht um ein Ausstattungsprojekt! Die Projektmittel würden bei weitem nicht ausreichen, um den Bedarf für Breitbandanbindung, flächendeckendes W-LAN, Server, Präsentationsmedien und Endgeräte etc. an den Schulen im Kreis Gütersloh zu decken. Stattdessen geht es darum, die Verantwortlichen in den Schulen und den Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Medienentwicklungsplanung mit klaren pädagogischen Zielsetzungen voranzubringen und die Prozesse in den Schulen entsprechend zu gestalten.

Befindet sich das Projekt in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten des Landes und der Region?

Nein, es gibt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro des Kreises Gütersloh, der Medienberatung, dem Kompetenzteam sowie den Schulträgern und der Schulaufsicht. Bestehende Initiativen und Maßnahmen werden unterstützt, nicht ersetzt. Mit dem Projekt sollen Parallelstrukturen vermieden, Synergien geschaffen und Kräfte gebündelt werden. Die Bezirksregierung Detmold befürwortet das Kooperationsvorhaben.

ruediger.bockhorst

Ansprechpartner

Rüdiger Bockhorst

Geschäftsführer

Christian Ebel

Ansprechpartner

Christian Ebel

Geschäftsführer

norbert.kreutzmann

Ansprechpartner

Norbert Kreutzmann

Pädagogischer Leiter