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Workshop mit Lehrkräften

Wer hat das Projekt „Schule und digitale Bildung“ initiiert?

Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der Schulverantwortlichen in der Bildungsregion Kreis Gütersloh, der Bertelsmann Stiftung und der Reinhard Mohn Stiftung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Schulaufsicht, den Schulträgern und dem Bildungsbüro des Kreises Gütersloh sowie den beiden Stiftungen werden Unterstützungsangebote für die Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien und für die Schulträger entwickelt.

Worum geht es im Projekt?

Alle am Projekt beteiligten Schulen und ihre Träger im Kreis Gütersloh werden während der Projektlaufzeit dabei unterstützt, ihre Entwicklungen im Hinblick auf die Digitalisierung zu gestalten. Ziel ist es, die Qualität des Unterrichts weiter zu verbessern und die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen in einer zunehmend digital geprägten Lebens- und Arbeitswelt zu gewährleisten. Konkret geht es zum einen um den Erwerb von Medienkompetenz, zum anderen darum, das pädagogische Potenzial digitaler Medien für den Unterricht und das Lernen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen.

Wer steht hinter dem Zentrum für Bildung und Chancen?

Das Zentrum für Bildung und Chancen (ZBC) wurde 2017 unter dem Namen Zentrum für digitale Bildung und Schule (ZdB) als gemeinnützige Gesellschaft und Anlaufstelle für alle Beteiligten eingerichtet. Die Umbenennung in ZBC erfolgte 2023, da sich das Portfolio der Unterstützungsmaßnahmen in Richtung Förderung von Lese- und Rechenkompetenz in Kita und Grundschule erweitert hatte. Nach wie vor koordiniert das ZBC – zusammen mit dem Bildungsbüro Gütersloh – alle Angebote des Projekts Schule und digitale Bildung und begleitet eng alle Qualifikationsmaßnahmen und Austauschformate. Dabei versteht es sich als neutraler Prozessbegleiter und Ansprechpartner, wenn es z.B. darum geht, Personen in der Bildungsregion zu vernetzen, Expertisen und Erfahrungen zu teilen.

Ist das ein Projekt für Digitalisierungsbefürworter?

Keinesfalls! Es geht darum, die Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Einzelnen wie für den Unterricht in den Blick zu nehmen. Die Digitalisierung prägt unsere Gesellschaft bereits heute in fast allen Lebensbereichen. Schule hat die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler auf ihr Leben in dieser Gesellschaft vorzubereiten. Dazu gehört auch, dass sie digitale Medien nicht nur nutzen, sondern auch kritisch und mündig mit ihnen umgehen können: Wie kann ich den Wahrheitsgehalt von Informationen aus dem Internet überprüfen? Wie setze ich verantwortungsbewusst KI ein? Wie schütze ich mich vor Cyber-Mobbing? Welche Daten sollte ich besser nicht teilen? 

Wie viele Schulen nehmen an dem Projekt teil?

Mittlerweile nehmen 103 von insgesamt 106 Schulen an dem Projekt teil. Die überwiegende Mehrheit der Schulleiter*innen hat bereits an unserer mehrtägigen Fortbildungsmaßnahme DLL -Digital Learning Leadership teilgenommen. Aus nahezu allen Schulen des Kreisgebiets haben Gruppen von Lehrkräften unser modulares Unterstützungsangebot zur Erstellung des Medienkonzeptes wahrgenommen. 

Was erwartet die Kommunen?

Durch ihre Teilnahme an Dialog- und Austauschformaten erhalten die Verantwortlichen in den Kommunalverwaltungen Gelegenheit, Entwicklungsprozesse rund um die Digitalisierung mit den Schulen gemeinsam abzustimmen und erforderliche Maßnahmen zusammen zu entwickeln. Durch spezielle Angebote für Schulträger werden sie dabei unterstützt, ihre kommunale Medienentwicklungspläne zu entwickeln und umzusetzen. Die Angebote richten sich auch explizit an kleinere Kommunen.

Werden die Schulen durch das Projekt mit Hard- und Software ausgestattet?

Nein, es handelt sich definitiv nicht um ein Ausstattungsprojekt! Die Projektmittel würden bei weitem nicht ausreichen, um den Bedarf für Breitbandanbindung, flächendeckendes W-LAN, Server, Präsentationsmedien und Endgeräte etc. an den Schulen im Kreis Gütersloh zu decken. Stattdessen geht es darum, die Verantwortlichen in den Schulen und den Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Medienentwicklungsplanung mit klaren pädagogischen Zielsetzungen voranzubringen und die Prozesse in den Schulen entsprechend zu gestalten.

Befindet sich das Projekt in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten des Landes und der Region?

Nein, es gibt eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro des Kreises Gütersloh, der Medienberatung, dem Kompetenzteam sowie den Schulträgern und der Schulaufsicht. Bestehende Initiativen und Maßnahmen werden unterstützt, nicht ersetzt. Mit dem Projekt sollen Parallelstrukturen vermieden, Synergien geschaffen und Kräfte gebündelt werden. Die Bezirksregierung Detmold befürwortet das Kooperationsvorhaben.

Welche Besonderheiten hat das Projekt im Vergleich zu anderen Digitalisierungsprojekten in der nordrhein-westfälischen Schullandschaft?

In diesem Projekt ziehen alle an Schule Beteiligten an einem Strang. Schulaufsicht, Schulträger, Schulleitung und Kollegien kommen auf Augenhöhe zusammen. Speziell entwickelte Austauschformate wie die Runden Tische oder das IT-Cluster stärken Wissenstransfer und regionale Vernetzung.

Welche Rolle spielen das Strategiepapier der Kultusministerkonferenz aus 2016, der Medienkompetenzrahmen NRW aus dem Jahr 2017 sowie der Referenzrahmen Schulqualität NRW aus dem Jahr 2020 im Projekt „Schule und digitale Bildung“?

All unsere Angebote und Konzepte zur Förderung einer guten digitalen Schule, insbesondere das Angebot zur Unterrichtentwicklung (UEdigital), das ja erst nach Projektstart konzipiert wurde, orientieren sich an diesen Papieren und Rahmensetzungen des Landes NRW. Unsere Qualifizierungsmaßnahmen sind auf der Basis ihrer Inhalte konzipiert und entsprechen den dort formulierten inhaltlichen und strategischen Zielen zur digitalen Bildung.